Geschichtliches zu Springiersbach

Die Geschichte des Klosters beginnt um das Jahr 1100. Benigna von Daun, eine adlige Dame aus der Eifel, gründet auf dem ihr als Witwengut zugefallenen Hof eine klösterliche Niederlassung. Erster Abt wird ihr Sohn Richard. Er wählt die Ordensregel des hl. Augustinus als Grundlage der Gemeinschaft, die sich Augustiner-Chorherren nennt.

Im Jahre 1121 wird der Grundstein zu einer ersten Steinkirche gelegt. In kurzer Zeit entwickelt sich Springiersbach zu einem bedeutenden wissenschaftlichen und geistigen Zentrum.

Nach dem Tod Richards (1158) wird die Geschichte des Springiersbacher Stiftes über Jahrhunderte vom Wechsel zwischen Reformversuchen und Verfall geprägt.

Im Jahre 1769 wird die alte wahrscheinlich baufällig gewordene dreischiffige romanische Basilika abgebrochen und eine neue Kirche im Stil des Barock und Rokoko errichtet. Aber schon 30 Jahre später (1802) werden Kirche und Kloster säkularisiert. Um die fast neue Kirche vor dem Abbruch zu retten, erhebt sie der Trierer Bischof zur Pfarrkirche von Bengel.

100 Jahre später (1902) baut die Pfarrei Bengel eine eigene Kirche. Die Springiersbacher Klosterkirche bleibt ungenutzt bis 1922. In diesem Jahr gründet die Oberdeutsche Provinz der Karmeliten mit Sitz in Bamberg einen kleinen Konvent in Springiersbach.

Zur Zeit leben im Kloster Springiersbach sieben Karmeliten. Sie arbeiten vor allem in der Pfarr- und Krankenhausseelsorge und im angeschlossenen Exerzitien- und Bildungshaus "Carmel Springiersbach".

Die Klosterkirche beeindruckt durch ihr Inneres an Pracht und Ausstattung, durch die in den Farben
und Formen des Rokoko kunstvoll gestalteten Deckenfresken.

Ein sehr gut erhaltenes, geschnitztes Chorgestühl aus dem 18. Jahrhundert verleiht dem Kirchenraum eine besondere Atmosphäre.



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